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Heute feierten wir den letzten Unterrichtsfreitag vor den Sommerferien, also in diesem Schuljahr sowie in dieser Klassenzusammensetzung. Die Feier fiel nicht sehr groß aus, war nämlich nur vier Stunden lang. Aber immerhin in den ersten beiden davon unter der Leitung unseres Kurzzeitklassenlehrers Aufdemkamp.
Selbiger war schon mal besser draufgewesen. Die Klassenlehrergefühle scheinen bereits seit geraumer Zeit verflogen und anderswo ein Nest errichtend zu sein; nicht ein winziges Federchen war offenbar beblieben. Alleinig blanke Wissenschaft vergiftete durchschwebte den Raum wie ein fliegendes Krebsgeschwür mit Zähnen und Klauen und einer Warze an der Nase wohliger Windhauch - Physik!
Doch von vorn.
Anfangs ging es noch einigermaßen. Schmunzelnd:
„Hab ich Mundgeruch?“
Die Bevölkerung der ersten Reihe hatte sich fast gänzlich weiter hinten hingesetzt als üblich. - Nein, haben Sie nicht. Die tatsächliche Ursache wurde erst später erkannt:
„Das find ich ganz schön unverschämt, sich nach hinten verziehen, um sich zu unterhalten.“
Dann ging es los mit dem Drama: Fragen wurden gestellt. Und Stillen gepflegt. Erstere von Herrn Aufdemkamp, zweitere von der Klasse. Zweitere außerdem unter Aufdemkamps Blicken, die sich irgendwo zwischen ’erwartungsvoll’, ’ungläubig’ und „mein Gott, Stumpfsinn pur“ bewegten.
Beispiel: Eine Frage wurde gestellt, eine Stille wurde gepflegt, ein Blick traf Marco. Und ein paar Zentimeter unter dem Blick brach erneut die Frage hervor. Die Stille beim Rest der Klasse wurde weniger intensiv, bei Marco jedoch umso verzweifelter. Um sich dann zu entladen in einem
„Das weiß ich nich, mein Gott...“,
was wiederum eine ’m. G. S. p.’-Reaktion des Fragenstellers mit sich zog:
„’Herr Aufdemkamp’ reicht.“
Auf ähnliche Antworten auf ähnliche Fragen gab’s dann im Laufe der ersten Stunde noch weitere ähnliche Hinweise Aufdemkamps:
„Gegen Ahnungslosigkeit gibt’s n Mittel!“
und
„Auch wenn das manch einer nich ernst nimmt... Und dumm vor sich hin grinst.“
und
„Fangt nich an, mich noch zu ärgern!“
Zu Beginn der zweiten Stunde eröffnete Hendrik dem Geärgerten dann, dass dies die letzte Stunde Physik sei. Ach tatsächlich, stimmt wohl -
„Dann mach’n wa noch n bissen Jahrmarktphysik“,
was dann sowas wie eine bunte Verkleidung des Krebses eine gewisse Besserung relativ zur Lage zuvor bedeutete. Denn:
„Ja... Klassische Bildung is nich verkehrt.“
Deshalb erfuhren wir ein bisschen was über Drehdinger in Freizeitparks; und eigentlich sollte noch mehr von dieser klassischen Bildung dazukommen,
„Aber schenken wir uns... Schluss. Mir fehlt die Lust.“
Freundliche abschließende Worte in der entweder nur letzten Physikstunde dieses Schuljahrs oder aber für einige sogar des Lebens. Auf Wiedersehen, Herr Aufdemkamp! War nett mit Ihnen. Auf Nimmerwiedersehen, Physik! Die Nettigkeit hielt sich in Grenzen.
Und noch so am Rande: Englisch waren zwar auch die letzten Stunden des Schuljahrs, aber nicht sonderlich erinnernswert. Hausaufgabenvergleich, Grammatikirgendwas, ein Spiel mit einer sinnlosen Geschichte. Tschüss auch, Frau ’dritte Englischlehrerin dieses Jahr’ Sehrt. War auch nett mit Ihnen. Ende.
(PS: Krebsgeschwüre können gar nicht fliegen. Und haben auch keine Zähne an der Nase.)
kreativlos - Frau Sehrt
Diese Menschen sterben öfter als andere. - Frau Bertram
Frau Hahn zu Marco: „Ich glaube, du müsstest dir noch nen Stuhl holen.“ - „Joa... Ich such mir mal einen. Kann n bisschen dauern.“ - Marcos unheimlich enthusiastische Antwort
“Oui madame!” - “‘Oui madame!’... Oui monsieur...“ - Andreas auf die Frage nach den Hausaufgaben und Frau Nothmanns Erwiderung
Habt ihr das gecheckt? ...Also überprüft mit dem Taschenrechner mein ich. - Herr Baumann
Das wahrr ’n schönerr Fehlerr, äh, ’n schönerr Satz! - Frau Nothmann
Herr Seidel resümiert: „...den Horizont, den es ja gar nicht gibt.“ - „Natürlich gibt es den!“ - Jürgens entrüsteter Widerspruch
Anja: „Lass uns doch unseren Spaß!“ - Nadine ergänzt ziemlich laut und betont gut drauf: „Is’ das Einzige, was wir noch haben im Leben!“ - Frau Sehrt darauf verwundert: „Nadine?“
„Ich muss glaub ich mal ein Foto von euch dreien machen!“ - Herr Aufdemkamp schmunzelt Thees, Hendrik und Andreas wegen ’Lautstärke’ an - „...Und dann?“ - die Nachfrage - „Werdet ihr schon sehen!“ - Aufdemkamp nach kurzem Innehalten - „Schreib ich irgendwann rüber ’Meine Erinnerungen an den 11. Jahrgang!’ - Aufdemkamp nach erneutem kurzen Innehalten
„Physik ist einfach böse“, hab ich noch nie gehört. Und das in 30 Jahren. - Herr Aufdemkamp wundert sich über Elias’ Abneigung der Physik gegenüber
sich elegant aus der Atmosphäre ziehen - Frau Voss hat’s nicht so mit den Redewendungen
Okay, ich will’s kurz machen... - Herr Sohns, nachdem er uns fünf Minuten hat rumraten lassen
Da will ich jetzt nicht in die Feinheiten gehen... - Herr Sohns nimmt’s nicht so genau
Elias, wenn du eine Frage hast, frag lieber mich. Ich glaube, ich kann das kompetenter erklären als Thees. - Herr Wedemeyer
Ich weiß, ich bin lästig. - Herr Wedemeyer
Und dann war da noch...
...Frau Sehrt, die aus der Vergabe mündlicher Noten eine regelrechte Psychoanalyse machte
...Herr Michalek, der am 20. April mit der 11a die deutsche Nationalhymne gesungen hat
...Frau Nothmann, die ein Buch auf den OHP legte, damit die Schrift auf der Folie dunkler wird (?!)
...Frau Bertram, die uns von ihren Siebtklässlern erzählte, welche sich durch Mund und Nase Magnesiumoxid zugeführt haben
...Frau Nothmann, die radikal Gedichte zerstörte


Ladies and gentlemen! Mesdames et messieurs! Oder, wie unsereins pflegen würde zu sagen, wenn unsereins öfter solche seltsamen Ansprachenanfänge zu sagen pflegen würde: Meine Damen und Herren! Was heute so passiert ist, ist durchaus einen Blogeintrag mit einer mehrsprachigen Einleitung wert.
Wenn wir nämlich chronologisch, das heißt von vorn nach hinten, verfahren möchten, was wir an dieser Stelle tatsächlich möchten, fangen wir an mit:
Deutsch.
Ja, in der Tat - Frau Kolm mal wieder. Ach!, was schwamm die gute Frau doch heute. Und zwar nicht in ordinärem Wasser, sondern in Kaugummimasse, wie man den Anschein haben mochte. Sehr gequält, sehr gequält. Schade, schade. Wer sich traut, sich hierzu so etwas wie eine Moral von der Geschicht zu denken, dem sei an dieser Stelle eine mögliche zur Verfügung gestellt:
Und die Moral von der Geschicht: Schlag deinem Freund nicht ins Gesicht. (Oder auch: Leg ruhig wert auf anderer Leute Meinung.)
Darauf folgend: Mathe.
Mathearbeit von Baumann und so. Man mag gar nicht viel Kommentar dazu abgeben. Um aber trotzdem einen zu haben, kann ein ungefähres Zitat Raphaelas, das auch von Elias stammen könnte, weil nicht mehr genau erinnert wird, wer der Urheber ist, doch falls es tatsächlich Elias ist, hat Raphaela zumindest auch so etwas ähnliches verlauten lassen, notiert werden:
„Sowas kommt dabei raus, wenn man gedacht hat, dass man alles kann.“
Streng chronologisch geht es weiter mit Erdkunde.
Wie gut man es hat, liebe Leserinnen und Leser und geschlechtslose Les ohne Endung, erkennt man oftmals erst dann, wenn der gewohnte Status Quo sich verändert. Was in diesem speziellen Fall heißt: Ach wie gut hatten wir’s doch mit unserm Herrn ’ich schmück das jetzt mal fünf Minuten lang aus’ Wedemeyer.
Denn das, was der freundliche Referendar Kugeler so macht, ist ein bisschen nervig. Gelinde ausgedrückt. - Nichtsdestotrotz lustig: Seine riesige Grundschulschrift und die Tatsache, dass die drei an die Tafel gebrachten und als unterschiedlich lautend angepriesenen Fragen nicht im Geringsten varierten [sic].
Womit die Chronologie sich ihrem Endpunkt, quasi dem Ende für heute, nähert, der da „Sport“ heiße.
Oder zumindest so heißen sollte, im Grunde aber vielmehr „Nonsens“ genannt werden möchte, wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass nicht wirklich ein Konzept verfolgt, sondern vielmehr reine Beschäftigung um der Beschäftigung willen betrieben wurde.
Aber wir wissen ja schon länger: Dem verschmitzt grinsenden Herrn Baumann ist ziemlich viel ziemlich egal. Und dazu zählt wohl auch, was wir in Sport eigentlich so machen.
Schade. Oder auch nicht, je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet. Aber damit wir die Chronologie ohne weitere wortreiche Wortaneinanderreihungen beschließen können, sei hier einfach mal ausgegangen von:
Schade.
Sehen Sie heute:
Thees, der verzweifelt einen Mülleimer, den er für einen toten Hund hält, umklammert, während Hendrik ebenso verzweifelt probiert, den zuerst Genannten von seinem Tun fortzureißen, da es offensichtlich blödsinnig ist.

Mit freundlichem "Danke Jürgen!" an Jürgen.
Jetzt stehst du auf der Stelle, was isn das? - Weil ich da draufsteh. - Thees zu Hendrik und Herr Aufdemkamp zu Thees, weil Hendrik sich auf seinem Skateboard nicht bewegte, als Thees am Seil zog
Ich würd auch lieber Profifußballer werden, müsst ich mich damit nich beschäftigen. Aber das is vorbei. - Herr Aufdemkamp findet Fußball toller als Physik, sich für ersteres jedoch zu alt
Ich muss euch noch ein bisschen volldröhnen! Mit Stoff! - Frau Bertram
Das is so toll, da schließt sich der Kreis, is geil! - Frau Bertram freut sich über Chemie
Wie viel Prozent des Eises befinden sich da? - Neunzig. - Von hundert! - Wedemeyer-Frage, Antwort, geniale Wedemeyer-Ergänzung
Oh la la la la! - Frau Nothmanns Superduper-Version von “Oh la la!”
Naaain, iech geb mierr iemmerr die Schuld, aberr das iest falsch, was Rebecca gesagt hat! - Frau Nothmann hat’s eben doch drauf
Du biest ein Schlietzohrr, Andreas! - Frau Nothmann wiederholte diese Anschuldigung circa 20 mal, weil sie nicht verstand, dass und wie der Bezichtigte seine Hausaufgaben gemacht hatte
Man kann niech alles kennen, ne? - Frau Nothmann
Statt a hab ich die Erkenntnis eingesetzt. - Herr Baumann variiert
Wenn man zwei linke Daumen hat, kann man keinen Nagel in die Wand schlagen. - Jürgen
Jürgen, man hört deine Stimmeeeee! - Herr Sohns fordert Jürgen indirekt zum Stillsein auf
Und dann war da noch...
...Herr Wedemeyer, der Raphaelas Frage, ob sie die Beschriftungsaufgabe auch im Heft machen dürfe, mit der Begründung verneinte, dass das Abzeichnen viel zu lange dauern würde
...Frau Kolm, die sich mitten im Unterricht bekreuzigte
...Frau Bertram, die darüber jammerte, dass Frau Bernstorff von ihren ehemals grünen Haaren wisse - wegen dieser unserer Seite
...Frau Bertram, die uns erzählte, dass eigentlich Frau Kolm in unserer Klasse die Hosen anhat und nicht sie
...Frau Bertram, die sich freute, dass sie eine Stunde mehr bei uns hat als Frau Kolm
...Kai, der auf dem Seminarfach-Wahlbogen zwei Mal Religion ankreuzte
...Anja, die buchstäblich 15 Euro das Klo runterspülte
...Frau Nothmann, die die Maus verkehrt herum (Tasten zum Körper) in der Hand hielt und sich wunderte, dass das da am Laptop alles nicht so klappte, wie sie wollte
...Elias, der Katharina für Frau Hahn andonnerte, ob sie Angst vor ihm habe
Mal schnell ein Nachtrag von gestern. Da war nämlich Frau Kolm wieder super drauf.
Unsere Sitzordnung („die Front“) würde ihr gar nicht gefallen, beschwerte die gute Frau sich. Und Frau Sehrt ebenfalls nicht! Also muss da ja was dran sein. Unsere Klassenlehrerin habe sie auch schon autorisiert, ein bisschen umzubauen. Also!
Vorschläge bitte? Nein, nicht wirklich. Okay, dann eben selbst angepackt! Klasse rausbefohlen, alle Ordnung gesprengt!
Alle Ordnung? Nein! Ein von unbeugsamen Schülern bevölkerter Tisch hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu - ähm, alle Tische bis auf einen wurden jedenfalls von Generalissima Kolm umgestellt.
Mal sehen, wie lang diese sonderbare Konstellation bestehen bleibt...
Ach: Dass die Theater- und Technikleute nicht da waren, hat Frau K. selbstverständlich überaus gestört. Denn man (explizit: Thees) meldete sich nicht bei ihrer Hoheit ab! Welch schelmisch Pack!
//edit: Ganz vergessen - Fotos von der Aktion!

Dienstag, 24.02. - in zehn Monaten ist Heilig Abend! Was jedoch nicht groß etwas zur Sache tut.
Stunde eins und zwei: Geschichte.
Gruppenarbeit. Ganz was Neues. Immerhin nur Zweiergruppen. Eine dieser Gruppen muss dann später ihre Ergebnisse vorstellen, so Frau Hahn. Nun, Jürgen fragt lieber noch mal nach:
„Sie wählen also irgendein Zweierteam aus?“
Frau Hahn erwidert:
„Richtig.“
Aber Jürgen ist gewitzt:
„Und was ist, wenn wir ein Dreierteam sind?“
Stunde drei und vier: Politik.
Referate. Thees fängt an.
Nach etwas unerwartetem Schluss merkt Herr Sohns auf:
„Das ist ja eher ein Beruf für technisch Interessierte...“
Wichtige Info! Hätten wir sonst nicht gemerkt. Elias:
„Ach, echt?!“
Sohns hat's gehört, stockt kurz... Dann, tatsächlich, bestätigt er:
„...Echt.“
Und auch bei Susi kommt er noch einmal in äh, Fahrt. Oder zumindest wusste er nicht, wie er Susi jetzt einordnen sollte.
„Dann noch die letzte Frage: So als Frau... oder Mädchen... ...oder Frau...“
Stunde fünf: Franz/Latein.
Im Französischunterricht beehrte Jonas, unser Nun-quasi-Franzose, uns. Doch irgendwie fehlten einige Zuhörer. Dass die dann nach kurzer Zeit teilweise eintrudelten, war dann allerdings wohl auch irgendwie wieder nicht richtig.
Bei Anja und Nadine war’s ja schon echt nicht gut, dass sie zwei Minuten zu spät waren.
Bei Hendrik war’s dann „unerhört, was hier passiert“.
Und bei Amelie! War’s dann aber echt sowas von un! er! hört!, dass sie acht Minuten zu spät gekommen ist, dass die beiden das sogar vor der Tür besprechen mussten! So un! er! hört!, dass Amelie jetzt eine Entschuldigung ihrer Eltern braucht. Unerhört unerhört sozusagen.
Stunde sechs: Mathe.
Naja, Mathe eben. Baumann erklärte dieses und jenes, grinste ein wenig, malte ein bisschen auf der Tafel rum. Mehrfarbig. Was Hendrik Anlass genug war, mal freundlich nachzuhaken:
„Hat das einen tieferen Sinn und Zweck, dass Sie die ganze Zeit die Farben wechseln?“
Baumann guckt für einen Sekundenbruchteil leicht verwirrt, dann klärt er uns auf:
„Nee, weiß auch nicht...“
Fein. Sinn- und Zwecklosigkeit in Mathe sind wir ja gewohnt.
Wenn niecht, dann niecht! - Frau Nothmann
Die Übung macht den Meisterr, ßagt man! - Frau Nothmann
Wierr lerrnen aus unserren Fehlerrn! - Frau Nothmann
Ja das muhß man so akßeptierren, wie das iest, ne. - Frau Nothmann
Das iest wunderrschön, ich freu mich mit dierr, aberr hast du den Zettel jetzt niecht? - Frau Nothmann zu Lea L. nach bestandener Führerscheinprüfung
La même chose, Laura, la même chose, la même chose! - Frau Nothmann setzt auf Einprägen durch Wiederholen
Pas maintenant! (Nicht jetzt!) - Frau Nothmann immer, wenn sie sieht, dass jemand im Unterricht trinkt (ist ja aber auch echt mal voll unmöglich und so)
Ja ich hab auch keine Hobbys mehr. - Frau Bertram hat viel zu tun als Lehrerin
Das war jetzt nicht lustig. - Jürgen
Danke Jürgen. - Frau Bertram mit verschmitztem Blick
Dominante? Ja, nein, vielleicht, weiß nich. Ich glaub ich mach mal so Ankreuzzettel. - Herr Seidel hat von unserer Ahnungslosigkeit Kenntnis genommen
Ich bin zwar alt, aber nicht bescheuert! - Herr Wedemeyer
Ob das stimmt, sag ich jetzt nicht... - Herr Sohns hat anscheinend keine Ahnung lässt ein angeschnittenes Thema geheimnisvoll verklingen
...als wie da steht. - Frau Kolm hat von Grammatik für eine Deutschlehrerin erstaunlich wenig Ahnung
Individium - Frau Kolm
Alles intelligente Schüler, sind ja schließlich meine. - Frau Kolm spricht in der „Faust“-Theater-Pause in höchsten Tönen von sich uns
Und dann war da noch...
...Frau Nothmann, die es unglaublicherweise nicht nur nicht geschafft hat, die Klausuren von einem Tag auf den nächsten zu korrigieren, sondern sogar nach den Weihnachtsferien noch nicht damit fertig war
...Herr Baumann, der seine Mathearbeiten mit dem Spruch „Jeder nur ein Kreuz“ verteilte
...Herrn Sohns’ Gürtel, der sehr modisch offenstand
...Frau Bertram, die uns erzählte, dass sie grüne Rastalocken gehabt habe
...Frau Bertram, die uns kein altes Foto von sich zeigen möchte, da wir sonst sehen könnten, dass sie kleidungstechnisch viel Ähnlichkeit mit Hendrik gehabt habe
...Herr Aufdemkamp, der von einer -1 fies geärgert wurde
...Herr Seidel, der Marcos Sitzball offenbar durch einen Fußtritt platzen ließ
...der OHP, der 45 Minuten lang lief und nicht benutzt wurde, nachdem Frau Sehrt ihn am Stundenbeginn angemacht hatte
...Herr Hölterhoff, der unseren Reli-Kurs überaus freundlich und fälschlicherweise übernehmen wollte
...Herr Baumann, der mit uns immer ableidet
...Sarah, die offenbar keine Ahnung hatte, was denn RAF („Raff.“) heißt
...Herr Sohns, der sich freudsch versprach und Gelder nicht erstatten, sondern bestatten wollte
...Frau Nothmann, die wild allen Leuten zum Geburtstag und Führerschein und Wasauchimmer gratulierte
...Frau Nothmann, die uns grundsätzlich jede Stunde erzählt, dass wir uns unbedingt um Zettel kümmern müssen, wenn wir nicht dagewesen sind
...Frau Nothmann, die das fünf Minuten lange „Ma Sœur“ von Vitaa zwei Minuten vor Stundenende noch einmal abspielte und uns unbarmherzig bis zum letzten Ton zuhören ließ („Pscht!“)
...“Das Matheproblem“
...Rebecca, die in Sport recht unglücklich rückwärtsstürzte
...Frau Kolm, die gewisse Probleme mit ihrem „neuen“ Auto hatte und damit nicht nur in Herrn Reuters, sondern auch in Herrn Seidels Unterricht belustigte Gespräche auslöste
Wie schön es doch ist, wenn Lehrer auch mal unter Druck stehen.
Heute: Frau Bertram wegen des Besuches von Herrn Wagener. Erst gab sie uns noch Instruktionen und Hinweise, zum Beispiel:
„Ich sieze euch jetzt gleich wieder, das ist einfach Formsache“,
dann schmiss sie ebendies in ihrer Aufregung sofort über Bord und würfelte die Du- und Sie-Formen wild durcheinander.
Auch musste Herr Wagener sich eigenhändig einen Stuhl aus dem Nebenraum holen, worauf Frau Bertram nur mit einem Schulterzucken reagierte und frech kommentierte:
„Jeder Gang...!“
Aber insgesamt wirkte sie doch deutlich weniger aufgeregt als Frau Kolm beim Besuch des Chefs, nicht?
Bevor wir zu ebenjener kommen, hier noch ein O-Ton der Bertram:
„Umso erschreckender war ich!“
Zusammenhang ist entfallen und wohl auch egal.
Nun dann zu Deutsch:
Frau Kolm gab uns den Aufsatz wieder und fragte vorab, ob wir wohl so eine gute Klasse oder sie eine so gute Lehrerin sei? Unbeantwortet blieb diese Frage im Raum stehen, als sie verkündete:
„Es gibt keine Vier!“
Und tatsächlich auch keine Fünfen und Sechsen.
„Das is so schön, wenn man das streichen kann!“,
freute Kolm sich, als sie die Notenspiegeltabellen-Felder für 4, 5 und 6 mit Strichen versah. Mal sehen, ob Fachobfrau Reetz was an ihrem Benotungsstil zu kritisieren hat...
Im Verlauf der Stunde trat dann noch eine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen Frau Kolm und Hendrik auf, bei der letzterer verkündete, dass dieses und jenes ihm auf die Nerven gehe. Was Kolm nahezu beleidigt quittierte:
„Ihnen braucht bei mir überhaupt nichts auf die Nerven zu gehen!“
Kannjaaberauchnichangehn! Pfui! Und so!
Was für ein toller Tag war der heutige doch wieder.
Begonnen wurde mit Französisch beziehungsweise Latein. Zumindest die ausführende Franz-Lehrerin war super drauf.
So regte Frau Nothmann sich (mal wieder) herrlich über falsche Aussprachen auf, quälte uns so lange, bis wir auch die letzte Silbe korrekt gesagt hatten:
„Das habben wirr noch nie gelerrnt: oi!“
Und abermals demonstrierte sie eindrucksvoll ihre technische Unbedarftheit. So drückte sie schon wieder aufs Mausfeld, um den Film anzuhalten („Die Taste, Frau Nothmann!“). Nachdem dieser dann eine Weile angehalten war, fragte sie freundlich und mit schiefem Blick (haha) auf Beamer und Laptop:
„Geht das von selbst aus hierr?“
Nun ja, im Bestfall nicht.
„Muss man lange drücken, nech?“,
mit einem Auge (haha) auf einer Taste am Beamer. Genau, Frau Nothmann.
„Macht ihrr das?“
Jooo Frau Nothmann... Gern doch...
Noch lustiger wurde es dann in den zwei folgenden Stunden Chemie.
Frau Bertram verkündete uns gleich zu Beginn schon, dass es sehr langweilig werden würde. Was wohl auch tatsächlich der Fall gewesen wäre, wenn es Jürgen nicht gäbe (danke Jürgen!).
Der sagte nämlich (wie wir ihn kennen!) ziemlich viel ziemlich geniales Zeug, das aber leider nicht von allen richtig interpretiert und deshalb nicht hinreichend gewürdigt wurde. Einer der Frevler: Hendrik. Der drehte sich wegen einer besonders gewitzten Aussage Jürgens (danke Jürgen!) zur Seite, vergrub das Gesicht in den Händen, machte „Chhrraaaa!“ und trat gegen die Wand. Unglücklicherweise traf er dabei das daran hängende Periodensystem der Elemente, welches deswegen unter lauten Geräuschen des Hinabstürzens hinabstürzte.

Und damit, man kann es sich denken, war die Langeweile wie weggeblasen. Man applaudierte Hendrik, dankte Jürgen (danke Jürgen!) und freute sich sehr.

Knifflig: das Wiederanbringen des PSE. Aber Frau Bertram, Hendrik, ein klein bisschen Marco und natürlich Jürgen (danke Jürgen!) schafften es letztlich doch. Das Ding hängt jetzt zwar ein wenig anders als vorher, aber das ist wohl nicht so wichtig. Oder gerade doch, schließlich muss es irgendwie Jürgens Wille gewesen sein. Also bleibt uns nur zu sagen:
Danke Jürgen!
Wenn die Tausenden von Minimonstern die Pausenhalle bevölkern... [...] Zu meinem Büro hochkommen... [...] Es geht nicht. Oder man zieht sich mit Gewalt das Geländer hoch. - Herr Wedemeyer weint mal wieder über die Fünftklässler
Es tut mir ja auch leid, aber ich freu mich schon so lange! - Kai verteidigt seine Wahl „Volleyball“ für den Sporttag
Wie lang ist er bei dir, Hendrik? - Raphaela wählt ihre Worte schlecht, als sie nach der Länge des Nils fragt
Jetzt sprech ich schon mit der Tafel... Herr Wedemeyer
Glückpilz - Frau Nothmann
Weil das sonst in drei Hälften zerfallen würde. - Greta
Du brauchst da kein Problem zu haben! - Frau Nothmann
sheepier - Marco (--> cheaper)
Wer auch immer meine Hausaufgaben gemacht hat, er hat bisher fast alles richtig. - Hendrik
Da kommt mein Pausensignal wieder, orange mit Locken. - Frau Voss
Andreas: Wir können uns zur Musikarbeit Herrn Schäfer einladen! - Seidel: Ja, dann kann er das auf dem Akkordeon vorspielen.
Lach nich so scheiße. - Herr Seidel, nachdem er verkündet hat, dass er „dann ja noch zum Friseur“ müsse
Naujoks: Why are the curtains closed? - Hendrik: Die gehn nich mehr auf! - Elias: Die sind abgeschlossen! - Naujoks: ...They do not open?
Kim laut: Man ich hab das niiich! - Nothmann: En français, Kimberley?
Verschmökerungen - Jürgen
Verschantelung der deutschen Sprache - Jürgen
Du kommst auch jedes Mal zu spät, ne? Kann man das abstellen? - Herr Aufdemkamp zu Elias
Das hält, mmh, 45 Jahre. Nich von Geburt an, nich, dass ihr jetzt glaubt, ich wär jünger geworden. - Herr Aufdemkamp über den Satz des Pythagoras
Was war denn nu? ...Nommal, ne? - Herr Aufdemkamp findet das Experiment mit dem Abschießen der Kugeln super
Ich versprech auch, diesmal wiederzukommen. - Herr Aufdemkamp verabschiedet uns in die Herbstferien
Und dann war da noch...
...Frau Voss, die ihre Schüler tritt
...Frau Voss, die ihre eigenen Zettel nicht versteht
...Herr Aufdemkamp, der genau wie in den guten alten Zeiten Hendrik Lennart nennt
...Herr Seidel, der beim Sporttag auf die Frage eines Mädchens, wie gezählt werde, „Eins, zwei, drei“ antwortete
...Herr Seidel, der mit den Schiedsrichtern geschlafen haben wollte, damit wir beim Basketball „auch mal ein Erfolgserlebnis“ hatten
...Frau Münster, die mitten in der Biostunde mit Hendrik ausgiebig über iPods und deren Einfluss auf IKEA redete
...Frau Kolms wundervoll deutsch ausgesprochene „Pointe“
...Jürgen, der eine Kugel „waagerecht runterfallen“ lassen will
...Herr Aufdemkamp, der auf den Vorschlag „Lasst uns die Kugel noch ein paar Mal abschießen!“ verschmitzt lächelte und die Kugel noch ein paar Mal abschoss
...Frau Nothmann, die Selbstmord als überaus lustig und „sehr effektiv“ als Lösung für Beziehungsprobleme ansieht
Lalala. Was für ein schöner Tag mal wieder.
Los ging es mit Englisch. Gruppenarbeit und so, dieser Mexiko-Mist. Dazu mussten einige auch wieder in den Computerraum. Der war ordnungsgemäß abgeschlossen, weswegen Frau Naujoks ihn ebenso ordnungsgemäß aufschloss. Allerdings nicht, ohne beim anschließenden Hineinlugen mit fragender Stimme zu fragen (!):
„Is this free?“
Nein, Frau Naujoks, jemand hat sich selbstverständlich darin eingeschlossen...!
Frau Kolm stürzte in der darauf folgenden Stunde durch die Tür und fing erst mal an, über Thees beziehungsweise Thees’ Aufsatz zu herzufallen. Dabei sparte sie nicht an Ausdrücken, die alle so in etwa den Kern von „extrem schlecht“ trafen. Nadine bekam auch eins auf die Mütze („...mit dem Schluss eine gute Note versaut...“), dann fingen wir an, den Text noch mal durchzugehen. Uns allen wurden natürlich die Augen geöffnet, auch wenn wir manchmal nicht ganz so wollten wie unsere Deutschlehrerin, die munter von Krisen in der Ehe flötete:
„Nun legen Sie doch mal los, Sie sind doch in dem Alter?“
Da legte Hendrik los, und zwar mit einem Einwand:
„In welchem - ‚Eheprobleme’?“
Sahen Sie heute:
Eine aufgebrachte Englischlehrerin.
Gerade noch vorne stehend, lustig Grimassen schneidend, englisch sprechend und immer leiser werdend - plötzlich vorne stehend, lustig böse guckend, deutsch sprechend und in erhöhter Lautstärke schimpfend.
„Lasst euch doch nicht alles aus der Nase ziehen! Da kann man doch was zu sagen!“
Eine unaufmerksame Deutschlehrerin.
Wie sonst soll man sich von einer solchen einen Patzer wie „Lexikas“ erklären?
Eine "Letzte Reihe"-Lachwelle.
Aufgrund eines bösen Spruches das dritte Reich betreffend stellte sich vor der Tafel Ratlosigkeit ein ("Ich möchte auch lachen!"), manchereiner jedoch konnte sich minutenlang nicht mehr einkriegen.
Einen schwarz-rosa Werbeengel.
Fricke-Band hat nicht gereicht, die rosa DIN-A3-Flügel anzubringen, da musste Tesafilm herhalten.
Und einen makabren Slogan.
Auch wahrhaft großartige schauspielerische Leistungen machen es nicht weniger unangebracht, Himmelstorte mit Wendungen wie „schneller in den Himmel kommen“ zu bewerben.
„Da erwartet man Arsen."